Natur

 Das AmVieh-Theater liegt inmitten der Natur und der Name „AmVieh“ hält, was er verspricht. Im Obstgarten sind Sie umgeben von Schafen, den beiden Lamas „Fridolin“ und „Wendelin“, den beiden Alpakas „Ernie“ und „Bertie“, Ponys, Hasen und anderen Tieren des Naturland zertifizierten Bio-Hofes. Für Kinder gibt es verschiedene Spielmöglichkeiten, währenddessen können die Erwachsenen unter den Obstbäumen entspannen. Zu einem Ort der Entspannung gehört die nötige Ruhe: Schafdorn ist ein Hof in Einzellage und frei von Durchgangsverkehr. Bei Interesse an der Bio-Land- und Energiewirtschaft bekommen Sie vom Land- bzw. „Kulturwirt“ Hans Reichl auf Anfrage gerne ein Hofführung.

Bio-Bauernhof

Der Schafdorner Hof wird seit dem Winter 2000/2001 nach den Richtlinien des ökologischen Landbaus bewirtschaftet. Der Bauernhof ist ein Ackerbaubetrieb mit Jungrinder-Aufzucht. Auf den Feldern werden Dinkel, Sommergerste, Ackerbohnen, Erbsen, Körnermais und Kleegras angebaut. Diese vielfältige Fruchtfolge sichert die langfristige Ertragskraft des Bodens und verbessert die Nährstoffversorgung. Der Winterweizen wird an die Draxmühle nach Rechtmehring geliefert. Diese stellt das Mehl für zahlreiche Tagwerk-Bäckereien her. Der Dinkel wird von der Mühldorfer Brauerei Unertl zur Herstellung eines hervorragenden Dinkel-Weißbieres verwendet. Unser Hafer wird in Mühldorf von der Firma Barnhouse zu köstlichen Krunchymüslis verarbeitet. Ackerbohnen, Erbsen, Körnermais und Kleegras dienen als Viehfutter, zum Beispiel für Hühner.

Um die Einhaltung der strengen ökologischen Kriterien transparent für den Verbraucher zu machen, ist der Schafdorner Hof Mitglied im Naturland-Verband. Naturland ist einer der größten ökologischen Landbauverbände in Deutschland. Naturland Erzeuger halten Tiere artgerecht, füttern sie ökologisch, schützen den Boden und Natur durch angepasste Fruchtfolgen und Bewirtschaftungsverfahren. Sie verzichten z. B. auf Gentechnik, chemisch-synthetische Pestizide, Tiermehl, Futterantibiotika. Weitere Informationen zu den Grundsätzen des ökologischen Landbaus finden Sie unter www.naturland.de

Der Bauer als Energiewirt

Dieses zukunftsweisende „zweite Standbein“ wird auch auf dem Schafdorner Hof umgesetzt. Dabei wird ausgenützt, dass die Sonne als nahezu unendliche, umweltfreundliche und kostenlose Energiequelle das perfekte Kraftwerk innerhalb des Naturkreislaufes ist. Die Technik, mit deren Hilfe Sonnenenergie (Photonen) durch Solarzellen in elektrische Energie (Strom) umgewandelt wird, nennt man Photovoltaik. Auf dem Schafdornerhof ist auf dem Südseitendach der Scheune eine Photovoltaikanlage mit 400 m² und einer Leistung von 39 KW installiert. Diese Anlage liefert ungefähr soviel Strom, wie 15 durchschnittliche Familienhaushalte pro Jahr verbrauchen. Die zusätzliche Solaranlage auf dem Hotel dient der Eigenversorgung und wird u.a. für das Beladen unseres Elektroautos verwendet.

Das anfallende Abwasser vom AmVieh-Theater und dem Bauernhof wird in einer Pflanzenkläranlage gereinigt. Pflanzenkläranlagen unterscheiden sich von technischen Kläranlagen dadurch, dass in ihnen das Abwasser ohne künstliche Belüftung (d. h. Sauerstoffzufuhr) durch ein Pflanzenbeet gereinigt wird. Während der Passage des Abwassers durch mit Schilf und Binsen bepflanzte Sandschichten wird das Abwasser sowohl mechanisch gefiltert als auch durch die in den Filterschichten vorhandenen Mikroorganismen gereinigt. Diese Form der Wasseraufbereitung ist für Bauernhöfe mit am kostengünstigsten und umweltfreundlichsten.

Wald der Bilder

Der „Wald der Bilder“ und damit auch das gleichnamige Projekt befindet sich im Wandel. Der Wald besteht fast ausschließlich aus Fichten, die zwischen 90-180 Jahre alt sind. In den letzten Jahren machte sich die Anfälligkeit und Instabilität dieser Baumart immer mehr bemerkbar: es kam zu großen Schädigungen durch Borkenkäferbefall und Windwurf.
Deswegen haben wir uns entschlossen, den Nadelbaumreinbestand Zug um Zug in einen artenreichen und stabilen Mischwald umzubauen. Alte Bäume müssen gefällt werden, um Platz zu machen für junge Laubbäume wie Rotbuche und Ahorn. Das Ziel ist die Schaffung von einem Waldbestand mit natürlichen Strukturen und Lebensabläufen. Dieser vorbeugende Waldumbau ist auch angesichts des Klimawandels notwendig, da die Baumart Fichte mit den höheren Temperaturen und längeren Trockenperioden noch schadensanfälliger wird.

Für das Projekt „Wald der Bilder“ bedeutet das,

… dass aufgrund der geplanten Maßnahmen eine Beibehaltung des jetzigen offiziellen Rundweges nicht möglich ist.

… dass die Baumbilder verblassen, in den Hintergrund treten und von der Natur eingenommen werden.

dass die Theaterstücke rund um den Waldschrat, der nicht müde wird Mensch und Natur auf kreative Art und Weise in Einklang zu bringen, an anderen Örtlichkeiten weiter stattfinden.

www.wald-der-bilder.de